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SuS Darme krönt starke Saison mit dem Meistertitel

vor 13 Stunden
4 Min. Lesezeit

Platz zwei im Saisonfinale, Meister der Verbandsliga Nord und Aufstieg in die Oberliga: Die Triathlon-Ligamannschaft des SuS Darme hat am vergangenen Sonntag in Riesenbeck eine außergewöhnliche Saison gekrönt.


Nach drei Podestplätzen in den ersten drei Rennen ging es beim Saisonfinale des Riesenbecker Triathlons um alles. Punktgleich mit dem Tri Team Steinfurt reiste der SuS Darme an die Startlinie. Die Ausgangslage war damit klar: Wer im letzten Rennen die Nase vorne hat, darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Meistertitel machen.


Gleichzeitig war es für die Darmer ein besonderer Wettkampftag, denn neben der Verbandsliga war auch die Landesliga-Mannschaft des SuS Darme in Riesenbeck am Start. Beide Teams reisten gemeinsam an und bestritten dasselbe Rennen – die Landesliga ging lediglich 30 Minuten früher auf die Strecke.



Starker Auftakt im Wasser


Auf die Verbandsliga-Athleten warteten 1.500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer auf dem Rad und anschließend zehn Kilometer Laufen. Nach dem Start zeigte sich schnell, dass die Darmer an diesem Tag im Wasser einiges vorhatten.


Julian Schröer erwischte einen besonders starken Auftakt. Die ersten drei Athleten musste er zwar ziehen lassen, dahinter konnte er sich jedoch an die Spitze der ersten Verfolgergruppe setzen und das gesamte Feld hinter sich herziehen. Auch die übrigen Darmer kamen gut aus dem Wasser.


Für Christoph Sanders war das angesichts einer verletzungsbedingt eingeschränkten Vorbereitung ein erwartbar schwierigerer Teil des Rennens. Julius Wiggerthale hingegen überraschte sich selbst: Gerade einmal rund 600 Meter Schwimmtraining hatte er in den vergangenen zwei Monaten absolviert. Kurzfristig für den verhinderten Jan eingesprungen, überstand er die ungewohnte Schwimmbelastung nicht nur, sondern kam erstaunlich gut damit zurecht.


Damit war der Grundstein für ein starkes Mannschaftsergebnis gelegt.



Auf dem Rad erneut eine der stärksten Mannschaften


Auf der 40 Kilometer langen Radstrecke zeigte sich anschließend wieder eine der großen Stärken des SuS Darme. Das Team fuhr geschlossen und arbeitete sich kontinuierlich nach vorne.


Julian Schröer setzte seine geplante Taktik konsequent um und fuhr die gesamte Strecke mit gleichmäßigen Wattwerten. Auch seine Teamkollegen konnten auf dem Rad wichtige Positionen gutmachen. Christoph Sanders fuhr zunächst zwei der sechs Radrunden hinter Julius, musste anschließend jedoch abreißen lassen und das Rennen alleine zu Ende bringen. Trotzdem arbeitete er sich weiter nach vorne und erreichte den Wechsel zum Laufen auf Position zehn.


Etwas schwieriger verlief die Radfahrt für Thomas Kuhl, der sich deutlich unter seiner geplanten Leistung bewegte und rund 40 Watt weniger als vorgesehen auf die Pedale brachte. Dennoch konnte auch er einige Positionen gutmachen.


Für Julius Wiggerthale wurde das Radfahren dagegen zu einem Rennen gegen die besonderen Bedingungen: Wegen des kurzfristig ausgesprochenen Scheibenverbots musste er mit einem einfachen Alurad antreten. Zudem verlor er beim ersten Wechsel einen Schuh und damit rund eine Minute. In den ersten drei Radrunden ging er bewusst noch nicht volles Risiko, bevor er sich zunehmend sicher fühlte und das Tempo anzog und in der letzten Runde schließlich auch an Julian vorbeizog, um zusammen in der Wechselzone anzukommen.


Ein besonderes Augenmerk lag an diesem Tag auf dem SV Gladbeck 13. Die Gladbecker präsentierten sich auf dem Rad außergewöhnlich stark und sollten sich im weiteren Rennverlauf als härtester Konkurrent erweisen. Die Darmer gehörten jedoch erneut zu den stärksten Radfahrern des Feldes und hielten den Anschluss an die Konkurrenz.



Alles entscheidet sich beim Laufen


Auf den abschließenden zehn Kilometern wurde schließlich klar, dass der Tagessieg für Darme nicht mehr erreichbar sein würde. Gladbeck erwischte einen herausragenden Tag und setzte sich deutlich ab.


Für die Darmer ging es deshalb vor allem darum, die eigene Position zu sichern und den direkten Konkurrenten aus Steinfurt hinter sich zu halten. Entsprechend wurde auf der Laufstrecke noch einmal alles mobilisiert.


Auf dem 2,5 Kilometer langen Rundkurs hatten die Darmer Athleten ihre Teamkollegen der Verbands- und Landesliga dabei permanent im Blick. Auch die Unterstützung der mitgereisten Vereinskollegen sorgte für eine besondere Atmosphäre.


Julius Wiggerthale gab beim Laufen noch einmal alles, der Abstand auf die vorderen Podiumsplätze war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits zu groß. Thomas Kuhl kämpfte sich trotz eines kraftlosen Gefühls bis ins Ziel. Christoph Sanders musste sich derweil mit zunehmenden Schmerzen an der Achillessehne auseinandersetzen. Die vollständige Streckung war nicht mehr möglich – dennoch biss er sich durch. Für den Schlussspurt mobilisierte er die letzten Reserven und lief auf dem letzten Kilometer sogar seine schnellste Pace des gesamten Laufs.


Auch Julian Schröer hatte bis zum Schluss noch ein spannendes Rennen. Im Endspurt beendete er das Rennen etwa zehn Meter zu früh und verlor dadurch unglücklich noch eine Position.


Am Ende stand für Darme Rang zwei in der Tageswertung. Der SV Gladbeck 13 sicherte sich den Tagessieg, das Tri Team Steinfurt wurde Dritter. Für die Meisterschaft war der zweite Platz der Darmer jedoch mehr als genug: Dank der über die gesamte Saison gesammelten Punkte sicherte sich der SuS Darme den Meistertitel der Verbandsliga Nord.



Drei Podestplätze, ein Meistertitel


Dass am Ende die Meisterschaft gefeiert werden konnte, ist vor allem das Ergebnis einer beeindruckenden Konstanz über die gesamte Saison.


Bereits beim Auftakt in Steinbeck erkämpfte sich Darme den dritten Platz. In Saerbeck folgte Rang zwei, bevor das Team in Sassenberg erstmals in dieser Saison ganz oben auf dem Podium stand.



Drei Rennen, drei Podestplätze.


Mit dieser Ausgangslage ging es punktgleich mit Steinfurt ins Finale nach Riesenbeck. Dort bewies die Mannschaft erneut ihre Stärke und holte mit Platz zwei genau die Punkte, die am Ende für den Meistertitel entscheidend waren.


Damit hat der SuS Darme nach dem Aufstieg aus der Landesliga im vergangenen Jahr direkt den nächsten Schritt gemacht: **In der kommenden Saison startet die Mannschaft in der Oberliga.**



Ein Konkurrent geht – eine Freundschaft bleibt


Ein kleiner Wermutstropfen bleibt trotz aller Freude über den Titel: Nach zwei gemeinsamen Jahren mit dem SV Gladbeck 13 verabschiedet sich ein starker Konkurrent aus der Liga. Die Gladbecker werden Darme in der kommenden Saison leider nicht in die Oberliga begleiten.


Was auf der Strecke zwei Jahre lang von sportlichem Wettbewerb geprägt war, hat abseits davon längst eine andere Dimension bekommen. Der Austausch nach dem letzten Rennen in Riesenbeck zeigte einmal mehr, wie viel gegenseitiger Respekt im Triathlonsport entstehen kann. Aus der gemeinsamen Zeit und den vielen spannenden Rennen ist eine echte Vereinsfreundschaft gewachsen.


So bleibt neben dem Meistertitel vor allem eines: die Erinnerung an zwei großartige Jahre mit einem starken Konkurrenten, fairen Wettkämpfen und vielen gemeinsamen Momenten.



Der SuS Darme ist Meister der Verbandsliga Nord – und bereit für die nächste Herausforderung in der Oberliga.


Ein besonderer Dank gilt allen mitgereisten Unterstützern, den Helferinnen und Helfern sowie allen Vereinskolleginnen und -kollegen, die die Mannschaft über die gesamte Saison begleitet und angefeuert haben.

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